Wunschliste zur Geburt: was wirklich draufgehört
Eine Wunschliste zur Geburt gilt manchen als unromantisch. In der Praxis ist sie das Gegenteil: Sie verhindert vier gleiche Kuscheltiere, sechs Bodys in Größe 50 und die Frage „Was braucht ihr denn?“ zum zehnten Mal.
Wann Sie die Liste anlegen
Sinnvoll ist der Zeitraum zwischen der 28. und der 34. Schwangerschaftswoche. Früher fühlt es sich für viele zu früh an, später wird es hektisch – und Freunde und Kollegen planen ihre Geschenke gern im Voraus.

Wie viele Positionen?
Als Faustregel: etwa doppelt so viele Einträge, wie Sie Geschenke erwarten. Wer mit zehn Geschenken rechnet, setzt zwanzig Positionen auf die Liste. So bleibt allen eine Auswahl, und niemand muss das letzte übrige Teil nehmen.
Wichtig ist die Preisspanne: ein Drittel unter 20 Euro, ein Drittel zwischen 20 und 50, ein Drittel darüber. Dann findet jeder etwas, das zu seinem Verhältnis zu Ihnen passt.
Was auf die Liste gehört
- Größen ab 62 aufwärts. Größe 50 und 56 bekommen Sie ohnehin – und zwar reichlich.
- Verbrauchsmaterial. Windeln, Waschlappen, Mulltücher, Spucktücher. Unglamourös, aber immer gebraucht.
- Ein bis zwei größere Positionen für Gruppen, die zusammenlegen wollen – Kollegen, Vereine, Freundeskreise.
- Ein personalisiertes Stück. Das ist meistens die Position, die zuerst weg ist: Sie ist persönlich, ohne dass der Schenkende etwas falsch machen kann.
- Gutscheine für Zeit. Einkaufen, kochen, Wäsche, Spaziergang mit dem Kinderwagen. Kostet nichts und hilft am meisten.
Was Sie besser weglassen
- Alles zum Anfassen und Ausprobieren – Tragehilfe, Autositz, Kinderwagen. Das sollten Sie selbst testen.
- Schnuller und Flaschen. Was das Kind annimmt, weiß vorher niemand.
- Pflegeprodukte. Zu individuell, und viele Babys reagieren empfindlich.
- Zu viele Kuscheltiere. Eines wird das Lieblingstier, der Rest steht im Regal.
Eine ausführliche Auflistung ohne überflüssiges Zeug steht in der Erstausstattungs-Checkliste, konkrete Stückzahlen im Artikel Wie viel Kleidung braucht ein Baby.

Der Punkt, den fast alle vergessen: die Schreibweise des Namens
Wenn ein personalisiertes Stück auf der Liste steht, schreiben Sie den Vornamen des Kindes so dazu, wie er gestickt werden soll – mit Umlaut, mit Akzent, in der richtigen Schreibweise. Das erspart Rückfragen und verhindert Fehler, die sich nicht mehr korrigieren lassen.
Wenn der Name noch geheim bleiben soll: Setzen Sie das Stück trotzdem auf die Liste und vermerken Sie, dass der Name nach der Geburt nachgereicht wird. Ein Babypullover oder ein Teddy-Rucksack mit Namen lässt sich problemlos danach bestellen – er wird ohnehin erst dann getragen, wenn das Kind hineinwächst.
Wie Sie die Liste verschicken
Nicht ungefragt an alle. Bewährt hat sich: Wer fragt, bekommt den Link. So bleibt die Liste ein Angebot und wird nicht als Forderung gelesen.
Ein Satz dazu reicht: „Falls ihr etwas schenken möchtet – hier ist eine Liste. Freuen würden wir uns aber auch über gar nichts.“
Und danach: Danke sagen
Notieren Sie beim Auspacken, wer was geschenkt hat. In den ersten Wochen vergisst man das zuverlässig, und die Dankeskarte drei Monate später ist dann Ratespiel.

Kurz zusammengefasst
Doppelt so viele Positionen wie erwartete Geschenke, drei Preisklassen, Schwerpunkt auf Größen ab 62, Verbrauchsmaterial nicht vergessen, ein personalisiertes Stück mit der exakten Schreibweise des Namens – und die Liste nur an die, die fragen.
Der Versand nach Deutschland und Österreich ist bei uns kostenlos.