Baby-Erstausstattung: die Checkliste ohne überflüssiges Zeug
Kurze Antwort: Sie brauchen weniger, als jede Liste im Internet behauptet. Für die ersten Wochen reichen rund sechs Bodys, sechs Strampler, ein Schlafsack, ein Wickelplatz, ein Autositz und eine Tragehülfe oder ein Kinderwagen. Alles andere können Sie nachkaufen – und vieles bekommen Sie geschenkt.
Die typische Erstausstattungsliste im Handel ist länger, als sie sein müsste. Das hat einen einfachen Grund: Sie stammt oft vom Verkäufer. Diese hier ist nach dem Prinzip aufgebaut „Was passiert, wenn ich es nicht habe?“

1. Kleidung: Mengen und Größen
Deutsche und österreichische Größen richten sich nach der Körperlänge in Zentimetern:
- 50–56 – etwa 0–2 Monate
- 62 – etwa 2–3 Monate
- 68 – etwa 3–6 Monate
- 74 – etwa 6–9 Monate
- 80 – etwa 9–12 Monate
Die komplette Übersicht bis Größe 116 finden Sie in unserer Größentabelle.
Kaufen Sie in Größe 50 fast nichts. Zwei bis drei Teile genügen. Viele Babys kommen mit 52 bis 54 Zentimetern zur Welt und passen nach zwei Wochen in 56. Der Rest kommt ohnehin als Geschenk.
Für die ersten Wochen realistisch:
- 6 Bodys (Gr. 56 und 62, Wickelbodys sind am einfachsten anzuziehen)
- 6 Strampler oder Schlafanzüge
- 2 Jacken oder Pullover, je nach Jahreszeit
- 2 Mützen und 2 Paar Socken
- 1 Schlafsack in der passenden Länge (kein Kissen, keine Decke im Bett)
- Bei Winterbabys: 1 Overall, groß genug über den Body
Denken Sie in Jahreszeiten, nicht in Monaten. Ein Baby, das im März geboren wird, braucht die Winterjacke in Größe 74 – nicht in 56.

2. Schlafen
- Beistellbett oder Wiege für die ersten Monate – oder direkt das Gitterbett.
- Feste Matratze, genau passend, ohne Lücke am Rand.
- Schlafsack statt Bettdecke. Keine Kissen, keine Nestchen, keine Kuscheltiere im Bett – das ist die zentrale Empfehlung zur Schlafsicherheit.
- 2 Spannbettücher (eines ist im Waschgang).
3. Wickeln
- Wickelauflage – der Wickeltisch selbst ist optional, eine Kommode mit Auflage reicht
- Windeln Größe 1, aber nur eine Packung. Manche Babys sind sofort in Größe 2
- Feuchttücher oder Waschlappen und eine Schüssel
- Wundschutzcreme
- Windeleimer – hilfreich, kein Muss

4. Unterwegs
- Babyschale fürs Auto. Ohne sie kommen Sie nicht aus der Klinik. Gebraucht nur aus sicherer Quelle und ohne Unfallhistorie.
- Kinderwagen oder Tragetuch. Beides ist möglich, beides zusammen wird oft erst später nötig.
- Wickeltasche – oder ein kleiner Rucksack, der später dem Kind gehört. Vergleich: Wickeltasche oder Rucksack.
5. Der Klinikkoffer
Ab etwa der 35. Woche gepackt bereitstellen:
- Mutterpass, Personalausweis, Krankenkassenkarte, ggf. Heiratsurkunde oder Vaterschaftsanerkennung
- Bequeme Kleidung, Still-BH, warme Socken, Hausschuhe
- Kulturbeutel, Handyladegerät mit langem Kabel
- Snacks und Getränke
- Fürs Baby: Body, Strampler, Mütze, Socken (Gr. 56) und eine Decke
- Die Babyschale – bleibt im Auto
6. Was Sie sich sparen können
- Flaschenwärmer und Sterilisator – erst kaufen, wenn Sie wissen, ob Sie Flaschen brauchen.
- Babybadewanne mit Zubehör – das Waschbecken oder ein Badeeimer tut es meist.
- Wickeltisch als Möbelstück – eine Auflage auf der Kommode reicht.
- Schuhe für Nichtläufer. Süß, sinnlos, fallen ständig ab.
- Zehn Kuscheltiere. Sie bekommen sie geschenkt, versprochen.
- Kleidung in Größe 50 auf Vorrat. Der häufigste Fehlkauf überhaupt.

7. Was Sie besser erst nach der Geburt kaufen
- Stillzubehör – hängt davon ab, wie das Stillen läuft.
- Tragehülfe – am besten mit dem Baby anprobieren, viele Hebammenpraxen bieten Beratung an.
- Größe 62 aufwärts – dann wissen Sie, wie schnell Ihr Kind wächst.
- Ein Erinnerungsstück mit Namen. Vorher steht der Name oft noch nicht endgültig fest – und bestickte Artikel lassen sich nicht ändern.

8. Wenn Sie gefragt werden, was Sie brauchen
Freunde und Familie fragen das ständig – sagen Sie konkret, was fehlt. Erfahrungsgemäß fehlen fast immer:
- Kleidung in Größe 68 und 74 (schenkt niemand von allein)
- Windeln in Größe 2 und 3
- Mulltücher
- Essen für die ersten Wochen
- Ein einzelnes Erinnerungsstück statt zehn Kleinigkeiten
Fazit
Kaufen Sie für die ersten sechs Wochen, nicht fürs erste Jahr. Wenig in Größe 50, mehr in 62 und 68, Schlafsack statt Decke, und alles Weitere nach Bedarf. Der Rest kommt – zuverlässiger, als Sie denken – als Geschenk.
Bei Bub Stitch sticken wir jeden Vornamen einzeln von Hand. Entdecken Sie den Babypullover mit Namen – versandkostenfrei nach Deutschland und Österreich. Passend dazu: nachhaltige Babygeschenke.
FAQ: Baby-Erstausstattung
1. Wie viele Bodys und Strampler braucht ein Neugeborenes?
Etwa sechs von jedem reichen für die ersten Wochen, wenn Sie alle zwei bis drei Tage waschen.
2. Welche Größe soll ich zuerst kaufen?
Wenig in 50, den Schwerpunkt auf 56 und 62. Viele Babys passen nach zwei Wochen nicht mehr in Größe 50.
3. Ab wann sollte der Klinikkoffer gepackt sein?
Ab etwa der 35. Schwangerschaftswoche – dann steht er bereit, falls es früher losgeht.
4. Braucht man einen Wickeltisch?
Nein. Eine stabile Kommode in passender Höhe mit einer Wickelauflage erfüllt denselben Zweck.
5. Schlafsack oder Decke?
Schlafsack. Decken, Kissen und Kuscheltiere gehören aus Sicherheitsgründen nicht ins Babybett.
6. Was kann man gebraucht kaufen?
Fast alles außer Matratze und Autositz. Bei der Babyschale sollten Sie Alter und Unfallfreiheit kennen.
7. Was ist der häufigste Fehlkauf?
Kleidung in Größe 50 auf Vorrat – gefolgt von Schuhen für Babys, die noch nicht laufen.
8. Wann bestelle ich ein personalisiertes Geschenk?
Erst wenn der Name endgültig feststeht. Bestickte Artikel können nicht geändert oder umgetauscht werden.