Ihr Kind trinkt kein Wasser: Was können Sie dagegen tun?
Kurze Antwort: Wenn ein Kind Wasser verweigert, sollten Sie es weder zwingen noch jedes Glas durch Sirup oder Saft ersetzen. Bieten Sie regelmäßig kleine Mengen an, probieren Sie verschiedene Temperaturen aus und verwenden Sie ein Glas oder eine Flasche, die leicht zu handhaben ist. Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran und verbinden Sie Wasser mit vorhersehbaren Momenten: Aufwachen, Mahlzeiten, Nachmittagssnack und Rückkehr aus dem Kindergarten. Suchen Sie rasch ärztlichen Rat, wenn Ihr Kind alle Flüssigkeiten ablehnt, deutlich weniger Wasser lässt, sehr trockene Lippen hat, schwach oder ungewöhnlich schläfrig wird.
Ihr Kind trinkt bereitwillig Saft, Sirup oder ein aromatisiertes Getränk, verschließt aber sofort den Mund, sobald Sie ihm Wasser hinstellen.
Diese Situation kommt häufig vor und wird schnell zur Belastungsprobe.
Die Eltern drängen:
„Trink wenigstens drei Schlucke."
Das Kind weigert sich, dreht den Kopf weg oder verlangt sein gewohntes Getränk. Um den Streit zu vermeiden und sicherzugehen, dass es überhaupt etwas trinkt, gibt die erwachsene Person schließlich Sirup dazu.
Kurzfristig scheint das zu funktionieren. Das Kind trinkt mehr, die Eltern sind beruhigt.
Wird Wasser jedoch dauerhaft durch ein süßes Getränk ersetzt, gewöhnt sich das Kind an einen immer intensiveren Geschmack und findet Wasser noch weniger interessant.
Sie sollten diesen Kreislauf deshalb Schritt für Schritt verlassen, ohne jedes Glas zur Prüfung zu machen.
Für die Verweigerung gibt es viele Erklärungen:
- das Kind hat sich an süße Getränke gewöhnt;
- das Wasser ist ihm zu kalt oder zu lauwarm;
- ihm schmeckt das angebotene Wasser nicht;
- Glas oder Flasche sind schwer zu benutzen;
- es trinkt vor allem zu den Mahlzeiten und hat dazwischen wenig Durst;
- es ist in seine Beschäftigung vertieft;
- es will Selbstständigkeit ausprobieren;
- es verbindet Trinken mit wiederkehrendem Druck;
- es hat eine Reizung in Mund oder Rachen;
- es fühlt sich nicht wohl.
Der erste Schritt besteht also darin zu verstehen, was das Kind eigentlich ablehnt.
Lehnt es nur reines Wasser ab? Lehnt es ein bestimmtes Gefäß ab? Trinkt es im Kindergarten, aber nicht zu Hause? Nimmt es kühles Wasser an, Wasser mit Zimmertemperatur aber nicht? Lehnt es auch Milch, Suppe und andere Flüssigkeiten ab?
Diese Situationen sind unterschiedlich bedenklich.
Ein Kind, das zu einem bestimmten Zeitpunkt wenig trinkt, aber aktiv bleibt und normal Wasser lässt, ist nicht in derselben Lage wie ein krankes Kind, das jede Flüssigkeit verweigert und sehr müde wird.
Der Teddy-Rucksack mit Namen und bestickter Vorderseite bietet je nach Maßen Platz für eine kleine, kindergartentaugliche Trinkflasche. Ein gut erkennbares, leicht zu bedienendes Gefäß unterstützt die Selbstständigkeit, genügt aber allein nicht: Sie brauchen zusätzlich feste Anhaltspunkte und weniger Druck rund ums Wasser.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie die Ursache der Verweigerung erkennen, Wasser zugänglicher machen, süße Getränke schrittweise reduzieren und die Zeichen erkennen, die ärztlichen Rat erfordern.
1. Verstehen, warum das Kind Wasser ablehnt
Das Wort „Verweigerung" kann sehr Unterschiedliches bedeuten.
Einem Kind kann der Geschmack von Wasser missfallen – es kann aber auch eine praktische, sensorische oder emotionale Hürde geben.
Es bevorzugt von Natur aus Süßes
Der süße Geschmack kommt bei kleinen Kindern in der Regel sehr gut an.
Wenn sie regelmäßig bekommen:
- Sirup;
- Fruchtsaft;
- Fruchtgetränke;
- Limonade;
- gesüßtes Aromawasser;
- Kakaogetränke,
wirkt reines Wasser schnell fad.
Das Kind will seine Eltern nicht unbedingt provozieren. Es vergleicht schlicht zwei Erfahrungen: ein süßes, kräftiges Getränk und ein fast neutrales Wasser.
Je häufiger die süßen Getränke, desto länger dauert der Übergang zum Wasser.
Ihm gefällt die Temperatur nicht
Manche Kinder lehnen sehr kaltes Wasser ab, nehmen es bei Zimmertemperatur aber gern.
Andere bevorzugen genau umgekehrt kühles Wasser.
Probieren Sie mehrere Varianten:
- Wasser mit Zimmertemperatur;
- leicht gekühltes Wasser;
- Leitungswasser, das einige Minuten gestanden hat;
- Wasser im Glas;
- Wasser in der Trinkflasche.
Vermeiden Sie eiskaltes Wasser, wenn es dem Kind unangenehm ist oder viel Kondenswasser in seiner Tasche entsteht.
Ihm schmeckt ein bestimmtes Wasser nicht
Der Geschmack von Wasser kann sich unterscheiden je nach:
- Gemeinde;
- Wasserhahn;
- Gefäß;
- Temperatur;
- Standdauer;
- Pflege der Trinkflasche.
Eine schlecht ausgespülte Flasche kann einen unangenehmen Geruch oder Geschmack hinterlassen.
Bevor Sie schließen, dass Ihr Kind Wasser nicht mag, probieren Sie das angebotene Wasser selbst und sehen Sie sich das Gefäß an.
Glas oder Flasche bereiten Probleme
Dem Kind fällt es vielleicht schwer:
- die Flasche anzuheben;
- den Knopf zu drücken;
- am Trinkhalm zu saugen;
- mit einem starken Durchfluss umzugehen;
- den Deckel wieder aufzuschrauben;
- aus einem zu großen Glas zu trinken;
- ein rutschiges Gefäß zu halten.
Es verweigert das Trinken vielleicht, weil es sich schon einmal Wasser über die Kleidung geschüttet hat oder weil es den Verschluss allein nicht aufbekommt.
Es hat im angebotenen Moment keinen großen Durst
Erwachsene bieten manchmal Wasser an, wenn das Kind gerade kein Bedürfnis hat, und deuten das Nein dann als grundsätzliches Problem.
Schauen Sie lieber auf den ganzen Tag:
- Trinkt es zu den Mahlzeiten?
- Trinkt es nach dem Herumrennen?
- Trinkt es mehr, wenn es heiß ist?
- Nutzt es in der Einrichtung einen Becher?
- Isst es Obst, Gemüse, Milchprodukte oder Suppen?
- Lässt es wie gewohnt Wasser?
Ziel ist nicht, dass es jedes Angebot annimmt, sondern dass es regelmäßig Zugang zu Wasser hat.
Der Druck ist zu groß geworden
Wenn jedes Glas zu Verhandlungen führt, verbindet das Kind Wasser mit Konflikt.
Diese Sätze verstärken den Widerstand:
- „Du stehst nicht auf, bevor du getrunken hast."
- „Schau nur, du trinkst nie etwas."
- „Trink mir zuliebe."
- „Wenn du nicht trinkst, wirst du krank."
- „Ich zähle deine Schlucke."
Die Verweigerung wird dann zu einem Mittel, Kontrolle zu behalten.
Ein neutralerer Umgang entspannt die Lage meist deutlich.
2. Wasser anbieten, ohne zu zwingen oder zu verhandeln
Sie sollten weiterhin Wasser anbieten, ohne jede Gelegenheit in einen Machtkampf zu verwandeln.
Wasser bereitstellen
Stellen Sie ein kleines Glas oder eine Trinkflasche an einen erreichbaren, sicheren Platz.
Das Kind muss das Wasser sehen und leicht danach fragen können.
Das Gefäß sollte nicht:
- verschlossen im Schrank stehen;
- zu hoch abgestellt sein;
- ganz unten in der Tasche verschwinden;
- seit Tagen gefüllt sein;
- neben gefährlichen Produkten stehen.
Kleine Mengen anbieten
Ein randvoll gefülltes großes Glas wirkt einschüchternd.
Beginnen Sie mit einer kleinen Menge.
Das Kind kann jederzeit nachfragen.
Diese Methode senkt auch die Kleckergefahr und lässt das Glas nicht wie eine große Aufgabe wirken, die erledigt werden muss.
Neutrale Sätze verwenden
Sagen Sie einfach:
- „Auf dem Tisch steht Wasser."
- „Du kannst trinken, wenn du Durst hast."
- „Nach dem Park nehmen wir ein paar Schlucke."
- „Deine Flasche ist hier."
- „Sag Bescheid, wenn ich sie dir aufmachen soll."
Kommentieren Sie nicht jeden einzelnen Schluck.
Mit gutem Beispiel vorangehen
Kinder beobachten die Gewohnheiten der Familie.
Wenn Erwachsene bei Tisch und über den Tag hinweg regelmäßig Wasser trinken, wird es zum normalen Getränk.
Es ist schwer, ein Kind davon zu überzeugen, dass Wasser die übliche Wahl ist, wenn die Erwachsenen vor ihm ständig Limonade, Saft oder Sirup trinken.
Gemeinsam trinken
Sie können ein kleines Familienritual schaffen:
- ein Glas zum Frühstück;
- ein paar Schlucke nach dem Spaziergang;
- Wasser zum Nachmittagssnack;
- eine Flasche, die bei einem Ausflug mitkommt.
Es geht nicht um einen Wettbewerb oder darum, möglichst schnell zu trinken.
Eltern und Kind nehmen sich einfach einen Moment zum Trinken.
Das Kind beteiligen
Je nach Alter kann es:
- zwischen zwei kleinen Gläsern wählen;
- seine Flasche mit Hilfe teilweise befüllen;
- die Gläser auf den Tisch stellen;
- prüfen, ob die Flasche verschlossen ist;
- sein Etikett anbringen;
- seine Flasche wegräumen.
Diese Beteiligung gibt ihm eine Rolle, ohne es zu überfordern.
Ein einmaliges Nein akzeptieren
Wenn es Nein sagt, machen Sie daraus nicht sofort einen Kampf.
Lassen Sie das Wasser stehen und bieten Sie es zu einem anderen natürlichen Zeitpunkt erneut an.
Ein einzelnes Nein bedeutet nicht, dass es den ganzen Tag nichts trinken wird.

3. Sirup, Saft und süße Getränke schrittweise reduzieren
Wenn ein Kind fast ausschließlich süße Getränke trinkt, führt ein abruptes Verbot zu starkem Widerstand.
Die Familie kann einen schrittweisen Übergang gestalten und dabei eine klare Regel aufstellen: Wasser ist das Getränk, das im Alltag zur Verfügung steht.
Sirup nicht als automatische Antwort einsetzen
Wer bei jeder Ablehnung Sirup dazugibt, bringt dem Kind bei, dass die Weigerung am Ende ein süßeres Getränk bringt.
Es wartet dann genau darauf.
Vermeiden Sie diesen Ablauf:
- die Eltern bieten Wasser an;
- das Kind lehnt ab;
- die Eltern drängen;
- das Kind weint;
- Sirup wird dazugegeben.
Das Kind merkt sich vor allem, dass Hartnäckigkeit das andere Getränk bringt.
Feste Anlässe für süße Getränke festlegen
Ein süßes Getränk darf die Ausnahme bleiben, ohne zum Standardgetränk zu werden.
Die Familie kann entscheiden, dass es angeboten wird:
- zu einem Geburtstag;
- bei einem besonderen Essen;
- zu einem bestimmten Anlass;
- in kleiner Menge.
Es sollte nicht den ganzen Tag frei verfügbar sein.
Die Konzentration schrittweise senken
Wenn ein Kind täglich sehr konzentrierten Sirup trinkt, können Eltern die zugegebene Menge nach und nach reduzieren.
Zum Beispiel:
- erster Schritt: etwas weniger Sirup;
- nächster Schritt: stärkere Verdünnung;
- danach Abwechslung mit reinem Wasser;
- schließlich Wasser als normales Getränk.
Stellen Sie diese Reduzierung nicht als Trick dar.
Sie können sagen:
„Wir nehmen ab jetzt weniger Sirup. Gegen den Durst trinken wir vor allem Wasser."
Limonade nicht durch unbegrenzten Saft ersetzen
Saft schmeckt weiterhin sehr süß und ersetzt kein Wasser.
Auch wenn er als natürlich beworben wird, sollte er begrenzt bleiben.
Eine ganze Frucht oder ein Fruchtmus ohne Zuckerzusatz passt besser zu einer Mahlzeit oder zum Nachmittagssnack – und daneben kann Wasser als Getränk angeboten werden.
Sogenannte Kindergetränke meiden
Eine bunte Verpackung, eine Comicfigur oder ein Vitaminversprechen macht aus einem süßen Getränk kein Wasser.
Prüfen Sie die Zutatenliste und den Zuckergehalt.
Light-Getränke nicht zur Alltagslösung machen
Ein zuckerfreies Getränk kann trotzdem sehr süß schmecken und die Erwartung eines intensiven Geschmacks aufrechterhalten.
Es geht nicht nur darum, Zucker zu reduzieren, sondern auch darum, das Kind allmählich an ein neutrales Getränk zu gewöhnen.
Eine Umgewöhnungsphase einplanen
Das Kind trinkt in den ersten Tagen der Umstellung vielleicht etwas weniger, bleibt durch die Mahlzeiten und regelmäßige Angebote aber ausreichend versorgt.
Beobachten Sie seinen Allgemeinzustand und seinen Urin, kehren Sie aber nicht beim ersten Nein sofort zum alten Getränk zurück.
Trinkt das Kind fast gar keine Flüssigkeit mehr, wird es krank oder zeigt es ungewöhnliche Zeichen, muss die Lage rasch neu beurteilt werden.
4. Wasser leichter annehmbar machen – ohne es zu süßen
Sie können das Erlebnis angenehmer gestalten, ohne aus Wasser ein süßes Getränk zu machen.
Verschiedene Gefäße ausprobieren
Bieten Sie zwei passende Optionen an:
- ein kleines, standfestes Glas;
- eine Flasche mit Klappverschluss;
- eine leicht zu reinigende Flasche mit Trinkhalm;
- eine offene Tasse;
- einen wiederverwendbaren Becher.
Je nach Moment bevorzugt das Kind ein bestimmtes Gefäß.
Am Tisch fördert ein kleines offenes Glas das Lernen. Unterwegs ist eine dichte Flasche praktischer.
Ein wiedererkennbares Gefäß wählen
Eine Farbe, ein Motiv oder ein Etikett mit dem Vornamen macht den Gegenstand persönlicher.
Das Kind darf zwischen zwei von den Eltern geprüften Modellen wählen.
Die Auswahl sollte begrenzt bleiben, damit die Optik nicht wichtiger wird als:
- die Dichtheit;
- das Gewicht;
- die Reinigung;
- das Öffnen;
- die Sicherheit.
Die Temperatur anpassen
Testen Sie über einige Tage mehrere Temperaturen.
Notieren Sie die Reaktionen des Kindes.
Es lehnt sehr kaltes Wasser im Winter vielleicht ab, mag es aber nach körperlicher Aktivität. Im Sommer bevorzugt es womöglich leicht gekühltes Wasser.
Frisches, sauberes Wasser servieren
Wasser, das lange in einer Flasche steht, nimmt einen Geruch an.
Jeden Tag:
- gießen Sie das Restwasser weg;
- reinigen Sie das Gefäß;
- spülen Sie es aus;
- trocknen Sie es vollständig;
- füllen Sie es mit frischem Wasser.
Reinigen Sie auch Verschluss, Trinkhalm, Dichtungen und Ventile.
Zu Hause eine kleine Karaffe nutzen
Mit einer kleinen, leichten Karaffe kann sich das Kind unter Aufsicht am Eingießen beteiligen.
Es gießt eine kleine Menge ein, stellt die Karaffe ab und trinkt im Sitzen.
So wird Wasser zu einem normalen Teil der Mahlzeit – ohne Belohnung und ohne Druck.
Visuelle Anhaltspunkte schaffen
Ein kleines Bild mit einem Wasserglas lässt sich in den Tagesablauf einbauen:
- nach dem Aufwachen;
- nach dem Park;
- zur Mahlzeit;
- zum Nachmittagssnack;
- bei der Rückkehr aus dem Kindergarten.
Das Piktogramm erinnert an die Gelegenheit zu trinken, soll aber keine Leistungstabelle werden, die jeden Schluck zählt.
Keine Belohnung fürs Austrinken versprechen
Vermeiden Sie:
- ein Bonbon nach jedem Glas;
- Bildschirmzeit, wenn die Flasche leer ist;
- ein Geschenk nach zehn Schlucken;
- eine tägliche Medaille.
Das Kind schließt sonst daraus, dass Wassertrinken eine unangenehme Aufgabe ist, die entschädigt werden muss.
Loben Sie lieber seine Selbstständigkeit:
„Du hast nach dem Rennen an deine Flasche gedacht."

5. Mit der Einrichtung zusammenarbeiten, wenn das Kind wenig trinkt
Ein Kind kann zu Hause gut trinken und seine Flasche im Kindergarten völlig vergessen.
Auch der umgekehrte Fall kommt vor: Es trinkt aus den Bechern der Gruppe, verweigert das Trinken aber zu Hause.
Die Abläufe der Einrichtung verstehen
Fragen Sie:
- Sind Trinkflaschen erlaubt?
- Wo werden sie aufbewahrt?
- Darf das Kind trinken, wann es möchte?
- Gibt es feste Trinkzeiten?
- Nutzt es eher einen Becher?
- Kann es seine Flasche auffüllen?
- Trinkt es zu den Mahlzeiten?
- Wie ist es an heißen Tagen organisiert?
Diese Informationen verhindern vorschnelle Schlüsse.
Prüfen, ob es fragen kann
Bringen Sie ihm einfache Sätze bei:
- „Ich habe Durst."
- „Ich möchte Wasser."
- „Meine Flasche ist leer."
- „Ich kann sie nicht aufmachen."
- „Mir geht es nicht gut."
Spielen Sie das zu Hause durch.
Ein Elternteil übernimmt die Rolle der Erzieherin, das Kind übt das Fragen.
Die Flasche vor dem Kindergarten testen
Das Kind muss:
- die Flasche herausnehmen;
- sie abstellen;
- sie öffnen;
- trinken;
- sie vollständig verschließen;
- sie aufrecht verstauen können.
Ist es bei jedem Schritt auf Hilfe angewiesen, wählen Sie einen einfacheren Mechanismus.
Nicht nur nach dem Füllstand urteilen
Eine fast volle Flasche kann bedeuten, dass:
- das Kind aus einem Becher getrunken hat;
- sie nach der Nutzung aufgefüllt wurde;
- es nicht wusste, wo sie steht;
- es sie nicht öffnen konnte;
- es tatsächlich sehr wenig getrunken hat.
Eine leere Flasche kann:
- komplett ausgetrunken worden sein;
- umgekippt sein;
- beim Reinigen geleert worden sein;
- mehrfach gefüllt und getrunken worden sein.
Stellen Sie konkrete Fragen, statt nur nach dem sichtbaren Füllstand zu loben oder zu schimpfen.
Den Rucksack als Orientierung nutzen
Der Teddy-Rucksack mit Namen und bestickter Vorderseite hilft dem Kind dank seines Namens, seine Sachen wiederzuerkennen.
Die Flasche kann je nach Maßen und übrigem Inhalt aufrecht ins Hauptfach gestellt werden.
Um die Folgen eines Lecks zu begrenzen, trennen Sie sie von:
- dem Kuscheltier;
- dem Heft;
- den Taschentüchern;
- der Wechselwäsche;
- dem personalisierten Babypullover aus Strick.
Das Team informieren, ohne eine dauernde Kontrolle zu verlangen
Sie können sagen:
„Er vergisst das Trinken leicht. Könnten Sie prüfen, ob er weiß, wo seine Flasche steht, und ob er sie aufbekommt?"
Diese Bitte ist realistischer, als in einer ganzen Gruppe eine genaue Kontrolle jedes Schlucks zu erwarten.
6. Wasserreiche Lebensmittel nutzen, ohne das Getränk zu ersetzen
Ein Teil des Wassers, das ein Kind aufnimmt, stammt aus seiner Nahrung.
Das hilft, wenn es wenig Lust auf Wasser hat – Lebensmittel dürfen aber kein Grund sein, ihm nichts mehr zu trinken anzubieten.
Wasserreiches Obst
Je nach Saison können Sie anbieten:
- Wassermelone;
- Melone;
- Orange;
- Clementine;
- Pfirsich;
- Erdbeere;
- Birne;
- Apfel;
- altersgerecht zerteilte Weintrauben;
- Fruchtmus ohne Zuckerzusatz.
Die Form muss immer zum Kauvermögen und zum Verschluckungsrisiko passen.
Wasserreiches Gemüse
Gemüse lässt sich in verschiedenen Formen anbieten:
- Gurke;
- Tomate;
- Zucchini;
- Salat;
- Suppe;
- Püree;
- gegartes Gemüse;
- altersgerechte Sticks, die im Sitzen gegessen werden.
Milchprodukte und Zubereitungen
Milch, Joghurt und Quark liefern ebenfalls Wasser.
Sie sollten allerdings nicht als dauerhaft verfügbares Getränk zwischen den Mahlzeiten dienen.
Suppen und Brühen
Eine Suppe kann zur Flüssigkeitsversorgung beitragen, besonders im Winter oder bei nachlassendem Appetit.
Der Salzgehalt sollte kindgerecht bleiben.
Nicht nur mit süßen Lebensmitteln ausgleichen
Ein Fruchtmus oder eine Frucht rechtfertigt nicht, dauerhaft Saft, Sirup oder Eis einzusetzen, damit das Kind trinkt.
Wasser sollte weiterhin bei Tisch und zwischen den Mahlzeiten angeboten werden.
Die Flüssigkeitsversorgung nicht an einem Lebensmittel messen
Ein Kind, das Wassermelone gegessen hat, ist nicht automatisch für den ganzen Tag ausreichend versorgt.
Beobachten Sie:
- die Vielfalt seiner Ernährung;
- die tatsächlich getrunkenen Getränke;
- seine Aktivität;
- die Temperatur;
- seinen Allgemeinzustand;
- seinen Urin.
Einen bunten Teller gestalten
Sie können Ihr Kind zwischen zwei wasserreichen Obst- oder Gemüsesorten wählen lassen.
Diese Beteiligung weckt sein Interesse am Essen, ohne jeden Bissen als Behandlung gegen Dehydrierung darzustellen.

7. Wann wird die Trinkverweigerung besorgniserregend?
Sie sollten die gewohnte Ablehnung von Wasser von einer plötzlichen Verweigerung aller Flüssigkeiten unterscheiden.
Nur Wasser wird abgelehnt
Das Kind nimmt Milch, Suppe, Joghurt oder ein süßes Getränk an, bleibt aktiv und lässt normal Wasser.
Hier geht es vor allem darum, die Gewohnheiten schrittweise umzustellen.
Wasser sollte regelmäßig angeboten und süße Getränke begrenzt werden.
Alle Flüssigkeiten werden abgelehnt
Bedenklicher wird es, wenn das Kind verweigert:
- Wasser;
- Milch;
- andere Getränke;
- wasserreiche Lebensmittel;
- kleine Mengen, die mit Löffel oder Glas angeboten werden.
Diese Verweigerung kann mit Schmerzen, einer Erkrankung, Übelkeit oder Schluckbeschwerden zusammenhängen.
Mögliche erste Zeichen einer Dehydrierung
Achten Sie auf:
- starken Durst;
- trockene Lippen;
- trockenen Mund;
- selteneres Wasserlassen;
- dunklen Urin;
- ungewöhnliche Müdigkeit;
- Schwäche;
- Schwindel;
- Benommenheit;
- ungewöhnlich nachlassende Aktivität.
Schwerere Zeichen
Holen Sie rasch ärztlichen Rat, wenn das Kind:
- sehr wenig Wasser lässt;
- nicht mehr trinken kann;
- alles wieder erbricht;
- sehr schwach wird;
- eingesunkene Augen hat;
- einen sehr trockenen Mund hat;
- ungewöhnlich schläfrig wird;
- schlechter reagiert;
- sein Verhalten deutlich verändert;
- sich rasch verschlechtert.
Eine schwere Dehydrierung ist ein Notfall.
Rufen Sie den Notruf 112 (in Österreich 144), wenn das Kind kollabiert, Bewusstseinsstörungen oder große Schwäche zeigt oder sich rasch verschlechtert.
Bei einer Magen-Darm-Infektion
Bei Erbrechen oder Durchfall verliert das Kind Wasser und Mineralsalze.
Wasser allein ist nicht immer der richtige Weg, um diese Verluste auszugleichen.
Je nach Alter und Situation kann eine orale Rehydratationslösung nötig sein. Lassen Sie sich ärztlich oder in der Apotheke beraten und halten Sie sich exakt an die Zubereitung.
Mischen Sie keine ungefähre Lösung nach eigenem Gutdünken an.
Bei großer Hitze
Der Zugang zu Wasser muss erleichtert und häufiger etwas angeboten werden.
Achten Sie auf:
- Schwäche;
- starke Müdigkeit;
- Schwindel;
- Übelkeit;
- Krämpfe;
- ungewöhnliches Verhalten.
Bringen Sie das Kind an einen kühleren Ort und informieren Sie sofort eine verantwortliche erwachsene Person, wenn es sich nicht wohlfühlt.
Auch übermäßiger Durst gehört abgeklärt
Das umgekehrte Problem sollten Sie ebenfalls im Blick behalten.
Sehr starker, anhaltender Durst zusammen mit sehr häufigem Wasserlassen, Müdigkeit oder Gewichtsverlust gehört ärztlich abgeklärt.
Schließen Sie nicht automatisch, dass Ihr Kind einfach gern viel Wasser trinkt.
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Fazit: Wasser setzt sich durch Regelmäßigkeit durch, nicht durch Zwang
Ein Kind, das Wasser ablehnt, hat nicht zwangsläufig ein medizinisches Problem.
Es hat sich vielleicht an süße Getränke gewöhnt, mag das Gefäß nicht, bevorzugt eine andere Temperatur oder verbindet Wasser mit wiederkehrenden Konflikten.
Beobachten Sie zunächst:
- was es zu trinken annimmt;
- wann es Durst hat;
- welche Temperatur es bevorzugt;
- welches Glas oder welche Flasche es nutzt;
- seine Gewohnheiten in der Einrichtung;
- seine Ernährung;
- wie oft es Wasser lässt;
- seinen Allgemeinzustand.
Bieten Sie danach zu festen Zeitpunkten kleine Mengen Wasser an:
- nach dem Aufwachen;
- beim Frühstück;
- nach körperlicher Aktivität;
- zu den Mahlzeiten;
- beim Nachmittagssnack;
- bei der Rückkehr aus dem Kindergarten;
- wenn es Durst äußert.
Lassen Sie das Wasser stehen, ohne jeden Schluck zu zählen.
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und trinken Sie selbst Wasser.
Wenn Ihr Kind täglich Sirup, Saft oder aromatisierte Getränke bekommt, reduzieren Sie diese schrittweise. Bieten Sie sie nicht sofort nach jedem abgelehnten Wasser an.
Probieren Sie verschiedene Gefäße und Temperaturen aus.
Das beste Glas ist das, welches das Kind mühelos halten kann. Die beste Flasche ist die, die es öffnen, verschließen und wegräumen kann.
Der Teddy-Rucksack mit Namen und bestickter Vorderseite bietet Platz für eine kompakte, gut verschlossene Trinkflasche. Der Name hilft dem Kind, seine Sachen im Kindergartenalltag schneller wiederzufinden.
Der personalisierte Babypullover aus Strick mit handgestricktem Namen sollte getrennt von der Flasche oder in einer Hülle liegen, damit ein Leck weder die Baumwolle noch den Namen durchnässt.
Obst, Gemüse, Suppen und Milchprodukte ergänzen die Flüssigkeitsaufnahme, ersetzen aber nicht das regelmäßige Getränkeangebot.
Verwechseln Sie schließlich nicht die gewohnte Ablehnung von Wasser mit der Verweigerung aller Flüssigkeiten.
Deutlich weniger Urin, sehr trockene Lippen, ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel oder Schwäche sollten aufmerksam machen. Große Schläfrigkeit, die Unfähigkeit zu trinken oder eine rasche Verschlechterung erfordern dringend medizinische Hilfe.
Ziel ist nicht, dass das Kind eine vorgegebene Menge austrinkt.
Ziel ist, dass es Wasser nach und nach als normales, verfügbares und vertrautes Getränk entdeckt – eines, nach dem es fragen und das es zu Hause wie in der Einrichtung selbst nutzen kann.
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FAQ: Kind trinkt kein Wasser
1. Warum lehnt mein Kind Wasser ab, nimmt aber Sirup?
Der süße Geschmack ist intensiver und wird schnell zum gewohnten Maßstab. Wasser wirkt dann fad. Reduzieren Sie den Sirup schrittweise und geben Sie ihn nicht automatisch nach jeder Ablehnung dazu.
2. Sollte man ein Kind zum Trinken zwingen?
Nein. Bieten Sie regelmäßig kleine Mengen an und halten Sie Wasser griffbereit. Dauerhafter Druck verstärkt den Widerstand. Werden allerdings alle Flüssigkeiten abgelehnt und kommen Krankheitszeichen hinzu, ist ärztlicher Rat nötig.
3. Wie macht man Wasser angenehmer, ohne Zucker zuzusetzen?
Probieren Sie verschiedene Temperaturen, ein kleines Glas, eine Tasse oder eine leicht bedienbare Flasche. Servieren Sie frisches Wasser und reinigen Sie das Gefäß täglich, damit keine unangenehmen Gerüche oder Geschmäcker entstehen.
4. Kann man Sirup schrittweise verdünnen?
Ja, eine allmähliche Reduzierung hilft einem Kind, das sehr an den süßen Geschmack gewöhnt ist. Senken Sie die Konzentration und erhöhen Sie parallel die Gelegenheiten, reines Wasser zu trinken.
5. Kann Obst Wasser ersetzen?
Nein. Obst, Gemüse, Suppen und Milchprodukte tragen zur Flüssigkeitsversorgung bei, aber Wasser sollte weiterhin als Getränk angeboten werden.
6. Woran erkenne ich, ob es im Kindergarten genug trinkt?
Schauen Sie nicht nur auf den Füllstand der Flasche. Fragen Sie, ob es zum Essen getrunken, einen Becher benutzt oder die Flasche aufgefüllt hat. Beobachten Sie außerdem Urin, Energie und Allgemeinzustand.
7. Was tun, wenn es bei einer Erkrankung nicht trinken will?
Bieten Sie häufig kleine Mengen an. Bei Erbrechen oder Durchfall lassen Sie sich zur möglichen Anwendung einer oralen Rehydratationslösung beraten. Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn es gar keine Flüssigkeit bei sich behält.
8. Welche Zeichen sprechen für eine Dehydrierung?
Durst, trockene Lippen, selteneres Wasserlassen oder dunkler Urin, ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel und Schwäche sind Zeichen, die Sie im Blick behalten sollten.
9. Wann ist ein Notfall gegeben?
Holen Sie schnell medizinische Hilfe, wenn das Kind nicht mehr trinken kann, sehr wenig Wasser lässt, sehr schwach oder ungewöhnlich schläfrig wird, schlecht reagiert oder sich sein Zustand rasch verschlechtert.