Schlafrhythmus vor dem Kita-Start wieder einstellen
Drei Wochen Ferien, lange Abende, spätes Aufstehen – und dann beginnt wieder die Kita um acht. Ein Kind, dessen innere Uhr zwei Stunden verschoben ist, lässt sich nicht über Nacht zurücksetzen. Mit einem Plan geht es erstaunlich reibungslos.
Zwei Wochen vorher anfangen
Die Faustregel: 15 Minuten pro Tag oder 30 Minuten pro Woche, je nachdem wie groß die Verschiebung ist. Bei zwei Stunden Unterschied brauchen Sie etwa vierzehn Tage.
Wichtig: abends und morgens gleichzeitig verschieben. Nur früher ins Bett schicken funktioniert nicht – das Kind liegt dann einfach wach.

Der Hebel ist der Morgen
Die Aufstehzeit steuert den Rhythmus stärker als die Einschlafzeit. Wer morgens konsequent 15 Minuten früher weckt, verschiebt die Abendmüdigkeit automatisch mit – nach zwei bis drei Tagen.
Dazu gehört: Licht am Morgen. Rollladen hoch, rausgehen, frühstücken bei Tageslicht. Und abends das Gegenteil: gedämpftes Licht in der letzten Stunde.

Der Mittagsschlaf
In den Ferien wird er oft gestrichen oder rutscht nach hinten. Beides rächt sich:
- Ein Mittagsschlaf nach 15 Uhr macht das Einschlafen am Abend spürbar schwerer.
- Gar kein Mittagsschlaf führt bei kleinen Kindern zu Übermüdung – und übermüdete Kinder schlafen schlechter ein, nicht besser.
Ziel ist ein Mittagsschlaf, der vor 14:30 Uhr endet – so wie ihn die meisten Einrichtungen auch legen.

Die letzte Stunde vor dem Bett
Immer dieselbe Reihenfolge, immer dieselbe Dauer. Zum Beispiel: aufräumen, Bad, Schlafanzug, zwei Bücher, Licht aus. Kinder brauchen keine langen Rituale – sie brauchen vorhersehbare.
Keine Bildschirme in dieser Stunde, kein Toben, kein großes Abendessen kurz davor.
Wie viel Schlaf ist üblich?
- 1 bis 2 Jahre: etwa 11 bis 14 Stunden insgesamt, inklusive Mittagsschlaf.
- 3 bis 5 Jahre: etwa 10 bis 13 Stunden.
Das sind Spannen, keine Vorgaben – Kinder unterscheiden sich stark. Woran Sie erkennen, dass es zu wenig ist, steht im Artikel Schlafmangel bei Kindern erkennen.
Am Wochenende nicht alles wieder aufgeben
Zwei Stunden länger schlafen am Sonntag verschiebt den Rhythmus für die halbe nächste Woche. Eine Stunde Abweichung ist unproblematisch, mehr nicht.
Was den Morgen danach leichter macht
Wenn der Rhythmus stimmt, entscheidet nur noch die Organisation. Kleidung und Rucksack am Vorabend bereitlegen, Frühstück ohne Diskussion – mehr dazu unter Morgenroutine ohne Stress und wenn das Kind morgens schwer wach wird.
Kurz zusammengefasst
Zwei Wochen vorher beginnen, 15 Minuten pro Schritt, abends und morgens gleichzeitig, Licht am Morgen, Mittagsschlaf vor halb drei beenden – und am Wochenende höchstens eine Stunde abweichen.